Algorithmic Trading Tips 13.

WIE IST DIE GROSSWETTER-LAGE AN DEN BÖRSEN?

SO ERSTELLEN SIE IHR EIGENES DASHBOARD IN TRADESIGNAL FÜR DIE PRÄZISE MARKTÜBERSICHT.

Um als Trader, Asset Manager und Analyst attraktive Handelschancen wahrnehmen zu können, bedarf es eines präzisen Gesamtüberblicks über die Märkte. In dieser Ausgabe erfahren Sie, wie Sie mithilfe eines neuen Indikators ein Dashboard inklusive Scoring zur Beobachtung der Märkte einsetzen können. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Watchlist gruppieren und sortieren können.

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In welchem Bereich droht eine Korrektur aufgrund überhitzter Indikatoren? Gibt es Marktsegmente, die ungewöhnliche Bewegungen aufweisen? Und bei welchen Indizes, Währungen oder Rohstoffen sollte man besser auf der Kauf- bzw. Verkaufsseite stehen?

Kurzum: Wie ist die Großwetterlage an den Börsen? Mit Tradesignal erhalten Sie eine klare Antwort auf solche Fragen; und das übersichtlich, eindeutig und in farblich kodierter Form. Hier ist das neue Multi Indikator Dashboard.

ABB. 1: DIE GROSSWETTERLAGE STETS IM BLICK.

Das Multi Indikator Dashboard berechnet in Realtime vier Indikatoren: RSI, MACD, Bollinger Band und Stochastik. Durch die farbliche Hervorhebung und die Sortierfunktion erhalten Trader und Portfoliomanager eine präzise Übersicht über die aktuelle Marktsituation.

 

VIER INDIKATOREN, EIN SCORING.

Das Multi Indikator Dashboard – kurz: Dashboard – enthält insgesamt vier unterschiedliche technische Indikatoren und liefert damit eine breite Informationsbasis zum Marktzustand. Neben den Kurs- und Indikatorwerten wird zusätzlich ein Scoring angezeigt.
Jeder Indikator, der im positiven (negativen) Terrain verweilt, wird mit einem Pluspunkt (Minuspunkt) bewertet, sodass pro Wertpapier ein Gesamtwert zwischen -4 und +4 angezeigt wird. Tradesignal-User können das Dashboard in einer Watchliste (in Realtime) oder im Scanner (als Snapshot) nutzen. Bevor wir aber auf Details zu sprechen kommen, zunächst ein kurzer Überblick aller enthaltenen Indikatoren.

INDIKATOR 1: RSI CLASSIC – DER BELIEBTESTE ÜBERKAUFT/ÜBERVERKAUFT OSZILLATOR.

Der RSI gehört zur Gruppe der Oszillatoren und beschreibt die Stärke der Kursbewegung. In laufenden Trendbewegungen macht dieser Indikator Schwächen sichtbar, die auf mögliche Wendepunkte hinweisen. Im Gegensatz zu Trendfolgeindikatoren wie SMAs weist der RSI einen Vorlaufcharakter auf. Er erreicht nämlich seinen Extremwert in der Regel noch bevor der Kurs des Basiswertes einen Extremwert erreicht hat. Zur Berechnung wird für eine bestimmte Periodenlänge (Standard: 14) der Durchschnitt der positiven Schlusskurse mit den negativen Schlusskursen in Relation gesetzt. Die Ergebnisse werden auf einer Skala von 0 bis 100 wiedergegeben.

  • Ein RSI-Niveau oberhalb 70 signalisiert einen Überkauft-Zustand des Basiswerts
  • Ein RSI-Niveau unterhalb der 30er Marke dagegen signalisiert einen überverkauften Zustand

 

Wichtig ist, dass ein Eintauchen in eine dieser beiden Zonen nicht automatisch zum Long- bzw. Short-Einstieg genutzt werden sollte. Vielmehr ist dieser Umstand als erstes Warnsignal für einen potenziellen Trendwechsel zu betrachten – insbesondere dann, wenn es zu Divergenzen zwischen dem Verlauf des Basiswerts und dem des Indikators kommt. Eine positive Divergenz beim RSI ergibt sich, wenn der Kurs des Basiswerts neue Tiefpunkte generiert, während der RSI diese nicht mehr bestätigt. Umgekehrt handelt es sich um eine negative Divergenz, wenn neue Hochpunkte beim Basiswert nicht mehr von einem steigenden RSI bestätigt werden.

Im Multi Indikator Dashboard fließen RSI-Notierungen oberhalb der 70er Marke negativ in das Scoring ein. Notiert der RSI unter 30, wird dies positiv im Scoring berücksichtigt.

INDIKATOR 2: MACD – DER KLASSIKER UNTER DEN TRENDFOLGERN.

Der Moving Average Convergence Divergence-Indikator (MACD) wurde von Gerald Appel entwickelt und gehört zu den trendfolgeindikatoren. Wie der Name bereits vermuten lässt, basiert die Berechnung des MACD auf zwei exponentiell geglätteten Durchschnitten (Standardeinstellung: 12 und 26). Die Differenz dieser beiden Durchschnitte ergibt die erste Linie; den eigentlichen MACD. Die zweite Linie, die so genannte Signallinie, ergibt sich aus einem 9-Perioden-EMA des MACD.

Der MACD kann für verschiedene Analysezwecke verwendet werden. Als Trendfolgeindikator, der die Hoch- und Tiefpunkte des Basiswertes nachvollzieht, liefert er vielfältige Informationen hinsichtlich Trendrichtung, Trendstärke und Ausbildung möglicher Wendepunkte im Chart. Die Lage des Indikators zur Nulllinie zeigt an, ob ein positiver oder negativer Trend vorliegt. So ist ein Aufwärtstrend dann gegeben, wenn der MACD über der Nulllinie notiert, während ein Abwärtstrend durch einen unter der Nulllinie verlaufenden MACD gekennzeichnet ist. Konkrete Handelssignale liefert der Indikator, wenn es zu Überschneidungen beider Linien kommt:

  • Ein Kaufsignal entsteht, wenn die schnellere MACD-Linie die langsamere Signallinie von unten nach oben schneidet.
  • Ein Verkaufssignal entsteht, wenn die MACD-Linie die Signallinie von oben nach unten schneidet.

 

Eine zusätzliche Information liefert die Entfernung des Indikators zur Nulllinie. Je größer der Abstand, desto höher ist die Stärke des Trends einzustufen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit des MACD ist die Divergenzanalyse. Aufgrund seiner Eigenschaft als Trendfolger vollzieht der MACD die Hoch- und Tiefpunkte des Basiswertes nach. Als „gesund“ ist die technische Lage einzustufen, wenn der Chartverlauf des betreffenden Basiswertes sich im Einklang mit dem MACD bewegt. Hin und wieder ergeben sich jedoch Divergenzen zwischen dem MACD und dem Chartverlauf des Basiswertes. Diese deuten auf Schwächen im vorhandenen Trend hin und signalisieren einen bevorstehenden Trendwechsel.

Im Multi Indikator Dashboard ist die Lage des MACD entscheidend: Notiert der MACD oberhalb (unterhalb) der Nulllinie, wird dies positiv (negativ) gewertet. Alternativ könnte im Equilla Code bei Bedarf aber auch die Lage beider Linien zueinander als Kriterium definiert werden.

INDIKATOR 3: BOLLINGER BANDS – TREND UND VOLATILITÄT IN EINEM.

Anders als bei sogenannten Envelopes, die einen festen Prozentsatz über- und unterhalb einer Durchschnittslinie platzieren und auf diese Weise die Schwankungen eines Wertpapiers visualisieren, zeigen Bollinger Bands die tatsächliche Volatilität an. Der Indikator bestehen deshalb aus einer Mittellinie – standardmäßig ein 20-Perioden-SMA – sowie einem unteren und oberen Band, das jeweils die Volatilität anzeigt. Die Benutzung der zweifachen Standardabweichung sorgt dafür, dass statistisch gesehen 95% aller Kursdaten zwischen den beiden Bändern liegen.

Aufgrund des dynamischen Charakters berücksichtigen sie Änderungen in der Schwankungsbreite eines Wertpapiers sehr schnell und sind sowohl als Trendfolgeindikator (in starken Trendphasen) als auch als Umkehrsignalgeber einsetzbar (in Seitwärtsphasen) und zwar auf allen Zeitebenen. Eine starke Verengung der Bänder leistet zudem wertvolle Dienste bei der Identifikation bevorstehender Ausbruchsbewegungen.

Im Multi Indikator Dashboard wird ein Schlusskurs oberhalb des oberen Bollinger Bandes als Warnsignal (rot) angezeigt und mit einem Minuspunkt gewertet. Ein Schlusskurs unterhalb des unteren Bollinger Bandes wird als positives Ereignis (grün) und folglich mit einem Pluspunkt gewertet. Als Standardeinstellung wird 50-PeriodenDurchschnitt verwendet. Die Periodeneinstellungen können selbstverständlich im Eigenschaftsfenster geändert werden.

INDIKATOR 4: SLOW STOCHASTIK – DER KLASSIKER UNTER DEN OSZILLATOREN.

Neben dem RSI gehört die Stochastik von George C. Lane zu den wohl bekanntesten Oszillatoren überhaupt. Die Grundidee: In einer Aufwärtsbewegung notiert der Schlusskurs nahe des Tageshochs, in Abwärtstrends in der Nähe der Tagestiefs. Eine Trendumkehr ist häufig dadurch gekennzeichnet, dass sich die täglichen Schlusskurse mehr und mehr in die Gegenrichtung entwickeln, bis der vorherrschende Trend schließlich gebrochen wird. Genau an dieser Stelle setzt der Stochastik-Oszillator an. Konkret misst er den Abstand des aktuellen Schlusskurses zum Periodentief und setzt diesen in Relation zur Handelsspanne eines bestimmten Zeitintervalls. Deshalb sollte man die Stochastik auch nur in Seitwärtsmärkten anwenden. Der Stochastik-Oszillator besteht aus zwei exponentiellen Durchschnittslinien, der sogenannten %K-Linie und der %D-Linie und bewegt sich in einer Range von 0 bis 100.

Analog zum RSI ermöglicht der Stochastik-Oszillator die Identifizierung potenzieller Überkauft- und Überverkauft-Zonen beim zugrundeliegenden Basiswert. Erstere ist erreicht, sobald der Stochastik über 80 steigt und dann wieder unter diese Marke fällt.
Dagegen zeigt ein Stand unterhalb von 20 einen überverkauften Markt an. Das eigentliche Signal stellt jeweils ein Überkreuzen der beiden Linien dar. An dieser Stelle muss allerdings klargestellt werden, dass ein Extremzustand dieser Art nicht zwingend bearish bzw. bullish zu werten ist, schließlich kann der Basiswert über einen längeren Zeitraum hinweg überkauft bzw. überverkauft bleiben, wenn ein starker Trend existiert.

Im Multi Indikator Dashboard fließen Slow Stochastik-Notierungen oberhalb (unterhalb) der 80er Marke (20er Marke) negativ (positiv) in das Scoring ein.

 

EQUILLA CODE FÜR TRADESIGNAL.

Die Beobachtung und Analyse der vorgestellten Indikatoren lässt sich gerade für große Wertpapierpools und Portfolien am besten mithilfe des Multi Indikator Dashboard durchführen. Damit Sie das Dashboard sofort auf Ihrer Tradesignal-Workstation nutzen können, stellen wir nachfolgend den Equilla Code zur Verfügung. Dieser lässt sich in den Editor von Tradesignal übertragen, als Indikator speichern und im Anschluss per Drag and Drop in eine Watchlist oder einen Scanner ziehen.

Wie das geht, sehen Sie in diesem Video.

Der Quellcode enthält Bedingungen, die bei Vorliegen der eingangs genannten Indikatorenwerte für eine rote bzw. grüne Färbung der jeweiligen Felder in der Watchlist sorgen. Außerdem fließen alle Indikatoren jeweils mit -1, 0 oder +1 Punkt in die Gesamtwertung ein

Meta:

Synopsis(​​ "Use this dashboard in a Watch List or in a Market Scanner. It displays conditions of 4 indicators (RSI, MACD, Slow Stochastics, Bollinger Bands) simultaneously. If the​​ indicator is in a buy condition, the cell is colored green. If it is in a sell condition the cell is colored red. The conditions are as shown below under the 'conditions' section."​​ ),

SubChart(​​ False​​ ),

ShortCode(​​ "SBDB"​​ );

 ​​ ​​ ​​ ​​ ​​​​ 

Input:​​ 

P_RSI(14),P_MACD_fast(12),P_MACD_slow(26),P_MACD_trigger(9),P_BB(20),P_SS(3),

 ​​ ​​ ​​​​ greenColor(​​ ColorDarkGreen​​ ),redColor(​​ DarkRed​​ ),​​ FlatColor(​​ transparent​​ ),lookback(1),realtime(true),

Period(​​ NumericSimple​​ );

 

Variables:

Draw_all(true),

color,

result,

farbe,

summe,

rsivalue,

triggervalue,

bblower,

bbupper,

slow_k,

diff,

displace;

if​​ realtime​​ then​​ displace=0​​ else​​ displace=1;

summe=0;

 

rsiValue​​ =​​ RSIClassic(​​ close,​​ P_RSI );

color​​ =​​ Iff( rsiValue[displace]​​ >​​ 70,​​ redColor,​​ Iff( rsiValue[displace]​​ <​​ 30,​​ greenColor,​​ FlatColor ) );

summe​​ =​​ Iff( rsiValue[displace]​​ >​​ 70,​​ summe-1,​​ Iff( rsiValue[displace]​​ <​​ 30,​​ summe+1,​​ summe ) );

if​​ Draw_all​​ then Draw( rsiValue[displace],​​ "RSIC",​​ Default,​​ Default,​​ Default,​​ color );

 

result​​ =​​ MACD(​​ Close,​​ P_MACD_Fast,​​ P_MACD_Slow );

triggerValue​​ =​​ XAverage( result,​​ P_MACD_trigger );

color​​ =​​ Iff(( result[displace]​​ >​​ 0​​ ),​​ greenColor,​​ Iff( result[displace]​​ <​​ 0​​ ,​​ redColor,​​ FlatColor ) );

summe​​ =​​ Iff((result[displace]​​ >​​ 0​​ ),​​ summe+1,​​ Iff(result[displace]​​ <​​ 0​​ ,​​ summe-1,​​ summe​​ ) );

if​​ Draw_all​​ then Draw( result[displace],​​ "MACD",​​ Default,​​ Default,​​ Default,​​ color );

 

bblower​​ =​​ BollingerBand(​​ close,​​ P_BB, -2​​ );

bbupper​​ =​​ BollingerBand(​​ close,​​ P_BB,​​ 2​​ );

color​​ =​​ Iff(​​ close​​ <​​ bblower[displace],​​ greenColor,​​ Iff(​​ close​​ >​​ bbupper[displace],​​ redColor,​​ FlatColor ) );

summe​​ =​​ Iff(​​ close​​ <​​ bblower[displace],​​ summe+1,​​ Iff(​​ close​​ >​​ bbupper[displace],​​ summe-1,​​ summe ) );

if​​ Draw_all​​ then Draw( bblower[displace],​​ "BB_low",​​ Default,​​ Default,​​ Default,​​ color );

if​​ Draw_all​​ then Draw(​​ bbupper[displace],​​ "BB_upper",​​ Default,​​ Default,​​ Default,​​ color );

 

 

slow_k​​ =​​ SlowK( P_SS );

color​​ =​​ Iff( slow_k[displace]​​ <​​ 20,​​ greenColor,​​ Iff( slow_k[displace]​​ >​​ 80,​​ redColor,​​ FlatColor ) );

summe​​ =​​ Iff( slow_k[displace]​​ <​​ 20,​​ summe+1,​​ Iff(​​ slow_k[displace]​​ >​​ 80,​​ summe-1,​​ summe ) );

if​​ Draw_all​​ then Draw( slow_k[displace],​​ "Stoch K",​​ Default,​​ Default,​​ Default,​​ color );

 

 

if​​ summe​​ >3​​ then​​ farbe=ColorForestgreen;

if​​ summe​​ >2​​ and​​ summe​​ <=3​​ then​​ farbe=green;

if​​ summe​​ >0​​ and​​ summe​​ <=2​​ then​​ farbe=ColorGreen;

if​​ summe​​ =0​​ then​​ farbe=white;

if​​ summe​​ <0​​ and​​ summe​​ >=-2​​ then​​ farbe=ColorFireBrick;

if​​ summe​​ <-2​​ then​​ farbe=ColorMaroon;​​ 

 

​​ if​​ Draw_all​​ then Draw( summe,​​ "Sum",​​ Default,​​ Default,​​ Default,​​ farbe );

 

diff=summe-summe[lookback];

 

if​​ diff​​ >3​​ then​​ farbe=ColorForestgreen;

if​​ diff​​ >2​​ and​​ diff​​ <=3​​ then​​ farbe=green;

if​​ diff​​ >0​​ and​​ diff​​ <=2​​ then​​ farbe=ColorGreen;

if​​ diff​​ =0​​ then​​ farbe=white;

if​​ diff​​ <0​​ and​​ diff​​ >=-2​​ then​​ farbe=ColorFireBrick;

if​​ diff​​ <-2​​ then​​ farbe=ColorMaroon;​​ 

 

if​​ Draw_all​​ then Draw(​​ diff,​​ "Difference",​​ Default,​​ Default,​​ Default,​​ farbe );

 

ABB. 2: EQUILLA CODE FÜR MULTI INDIKATOR DASHBOARD.

Der abgebildete Code kann per Copy & Paste in den Editor von Tradesignal übertragen, als Indikator gespeichert und sofort eingesetzt werden.

 

DAS DASHBOARD IN DER PRAXIS.

Vor dem Einsatz des Dashboards muss zunächst eine Watchlist erstellt werden. Am einfachsten gelingt dies über die Werkzeugleiste auf der rechten Seite. Im Bereich „Wertpapiere“ können vorinstallierte oder aber individuell erstellte Kurslisten sowie einzelne Wertpapiere in einer Watchlist geöffnet werden. Markieren Sie hierzu die gewünschten Wertpapiere und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Auswahl „In Watchliste öffnen“. Im nächsten Schritt wählen Sie in der Werkzeugleiste im Bereich „Indikatoren“ den zuvor gespeicherten Indikator „Multi Indicator Dashboard“ und ziehen Sie diesen per Drag and Drop in die Watchlist.

Die Abbildung 3 zeigt eine Watchlist mit unterschiedlichen Assetklassen und allen eingangs vorgestellten Indikatoren.

Das Dashboard zeigt Ihnen alle aktuellen Werte für den RSI, MACD, die Bollinger Bänder und den Slow Stochastik-Oszillator. Wie bereits erläutert, werden wichtige Indikatoren-Werte farblich hervorgehoben, sodass Sie sich ein schnelles Bild vom Gesamtmarkt machen können. In der Spalte „SBDB:Sum“ wird der aggregierte Wert aller Indikatoren für das jeweilige Wertpapier angezeigt, wodurch ein Scoring entsteht. Eine Spalte weiter rechts werden unter „SBDB:Difference“ die Veränderungen dieses Scorings zur Vergleichsperiode wiedergegeben. Verbessert oder verschlechtert sich also der Zustand eines Marktes, ist dies am schnellsten über diese Spalte zu erkennen. Im Bereich der Aktienindizes stechen in unserem Beispiel die Indizes All Ordinaries, Hang Seng und SSE Composite positiv heraus.

Die Wahl der Vergleichsperiode kann im Eigenschaftsfenster mithilfe des Parameters „Lookback“ eingestellt werden. In unserem Beispiel wird die Differenz beim Scoring im Vergleich zum Scoring der Vorperiode (Lookback = 1) kalkuliert. Bei den eben genannten Indizes kam es also gegenüber dem Vortrag zu einer Verbesserung des Scorings um jeweils 2 Punkte.

Im Eigenschaftsfenster lassen sich übrigens auch alle Parameter der enthaltenen Indikatoren sowie die Farben flexibel anpassen. Falls einer oder mehrere der Indikatoren oder Spalten des Dashboards ausgeblendet werden sollen, genügt ebenfalls nur ein Klick in der unteren Hälfte des Eingabebereiches.

ABB. 3: WATCHLIST MIT MULTI INDIKATOR DASHBOARD.

Das Multi Indikator Dashboard liefert eine kompakte, präzise Übersicht über die aktuelle Marktsituation.

ABB. 4: EIGENSCHAFTSFENSTER DES MULTI INDIKATOR DASHBOARDS.

Die Parameter, das Ein- und Ausschalten einzelner Indikatoren sowie der Rückschauzeitraum lassen sich bequem über den Bereich „Eigenschaften“ in der Werkzeugleiste steuern.

GRUPPIERUNGS- UND SORTIERUNGSFUNKTION FÜR MEHR ORDNUNG IN DER WATCHLIST.

Eine wichtige Funktion innerhalb der Kursliste ist die Gruppierungsoption. Klicken Sie hierfür mit der rechten Maustaste in die Watchlist und wählen Sie „Gruppe festlegen“. Hier können Sie eigene Gruppen erstellen und benennen oder aber bestimmte Wertpapiere in eine bereits bestehende Gruppe einsortieren. Auf diese Weise lassen sich Dutzende Wertpapiere zum Beispiel nach Assetklassen, Regionen oder Branchen gruppieren. Wenn Sie im Nachhinein weitere Wertpapiere oder ganze Kurslisten aus „eigener Herstellung“ in die Watchlist einfügen möchten, ist dies über den Bereich „Wertpapiere“ in der Werkzeugleiste per Drag and Drop möglich. Der Name der Watchlist wird dabei in die Tabelle übernommen, sodass Sie auch bei größeren Wertpapierlisten stets die Übersicht behalten.

Ist die Watchlist komplett, kann das Multi Indikator Dashboard seine volle Stärke entfalten: Möchten Sie zum Beispiel eine Übersicht aller Wertpapiere anhand ihrer RSI-Werte erstellen, genügt ein Klick auf die Spaltenbezeichnung des Indikators (in diesem Fall „SBDB:RSIC“). Sofort ist zu erkennen, welche Märkte oder Wertpapiere stark überkauft oder überverkauft sind. Die Sortierung kann selbstverständlich auch auf Basis der anderen drei Indikatoren erfolgen. Ebenfalls interessant ist die Sortierung anhand des Gesamtscorings oder dessen Veränderung – hier können Sie sofort die Spreu vom Weizen trennen.

TRADESIGNAL INFORMIERT SIE JEDERZEIT ÜBER DIE GROSSWETTERLAGE AN DEN BÖRSEN.

Mit dem Multi Indikator Dashboard erhalten Sie alle Informationen zur Großwetterlage an den Märkten im Handumdrehen. Durch die farbliche Hervorhebung und die Sortierfunktionen können Sie bei Bedarf schnell feststellen, welche Wertpapiere bzw. Marktsegmente besonders positive bzw. negative Signale ausbilden und wie sich die Entwicklung des Indikatoren-Scorings verändert. Selbstverständlich kann das Dashboard auf Ihre individuelle Zeitebene angepasst werden.

Das war’s für heute. Take care, take profit und auf Wiedersehen.
David Pieper

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